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Wie viel Demokratie verträgt die Welt? Demokratie global denken.

„Wie viel Demokratie verträgt die Welt? Demokratie global denken“ – mit dieser etwas provokanten Frage stellte die vierte Fachtagung "Globales Lernen - Potentiale und Perspektiven 2015"  die Bedeutung von Demokratie als universelle Idee in den Mittelpunkt.

Wolfram Schaffar vom Institut für Internationale Entwicklung der Universität Wien erläuterte am Beispiel von Finanz- und Schuldenkrise, Klimawandel, Flucht und Vertreibung die Dimension und vernetzte Dynamik globaler Herausforderungen. In den politischen Strategien zur Problemlösung sieht Schaffar zunehmend Tendenzen zu autoritären Maßnahmen. Demgegenüber betonte Schaffar das Potenzial und die Bedeutung von Demokratie gerade auch in Krisenzeiten. Am Beispiel des „Arabischen Frühlings“ und anderer jüngerer Demokratisierungsbewegungen zeigte Schaffar die Probleme von transnationaler Demokratie auf. 

Die Erziehungswissenschaftlerin Constanze Berndt von der Universität Rostock stellte in ihrem Vortrag die Verbindung von Globalem Lernen und Demokratiepädagogik Demokratiepädagogik müsste für Berndt a priori transnational bzw. global orientiert sein, das Bildungskonzept Globales Lernen habe dagegen auch einen demokratiepädagogischen Auftrag.

 

 

 

 

 

Rassismuskritische Bildung - eine aktuelle Herausforderung

Rassismus und Perspektiven einer rassistischen Bildung standen im Mittelpunkt von Vorträgen und Arbeitsgruppen der dritten Fachtagung "Globales Lernen - Potentiale und Perspektiven" 2014. Anne Broden vom Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit in Nordrhein-Westfalen (IDA-NRW) führte mit ihrem Vortrag in das Thema ein. Anne Broden befasste sich anfangs mit dem Terminus Rassismus, der oftmals seines "analytischen Stachels" beraubt werde, wenn er für eine menschenverachtende Einstellung von Individuen interpretiert und nicht als ein gesamtgesellschaftliches Phänomen analysiert werde. Beendet wurde die Tagung mit einem Vortrag von Astride Velho. Astride Velho, Erzieherin und Diplompsychologin, hat die Auswirkungen rassistischer Diskriminierungen auf Kinder und Jugendliche erforscht. Zur fachlichen Vertiefung und zum Aufzeigen von Perspektiven sollten die Arbeitsgruppen dienen. Beide Vorträge sowie Berichte aus den Arbeitsgruppen stehen zum Nachlesen in der Tagungsdokumentation zur Verfügung.

 

 

 

 

Ökonomische Krisen und zukunftsfähige Bildung

Um heute globale Entwicklungen aber auch Erfordernisse nationaler Politik verstehen und als politisch mündige BürgerInnen agieren zu können, braucht es einerseits den kosmopolitischen Blick und anderseits auch ökonomisches „Strukturwissen“ und politisch-ökonomische Urteilskompetenz. Zum Nachdenken über die Vormachtstellung des Ökonomischen anzuregen und zur Diskussion über politisch-ökonomische Bildung als Querschnittsaufgabe von Bildung beizutragen, das war Ziel der Fachtagung zu Globalem Lernen, die am 14. November 2013 in Wien stattfand. 170 TeilnehmerInnen widmeten sich mit hohem Engagement den inhaltlichen Diskussionen. Veranstaltet wurde die Tagung vom Bundesministerium für Unterricht und kulturelle Angelegenheiten (BMUKK), der Pädagogischen Hochschule Wien, der Austrian Development Agency (ADA) sowie der Strategiegruppe Globales Lernen.


Prof. Gerd Steffens analysierte im Hauptvortrag die „Krise als Lerngelegenheit“ und fragte vor allem nach den Aufgaben und der Ausrichtung politischer Bildung. Er plädierte für eine „an der Welt interessierte“ politische Bildung, die sich mit Globalisierungsprozessen kritisch auseinandersetzt und auch die Denkansätze der Ökonomie kritisch beleuchtet.
Am Nachmittag boten sechs Arbeitsgruppen die Möglichkeit zu inhaltlicher Vertiefung. Zentrale Themen waren etwa die vorherrschenden Denkansätze der Ökonomie und deren Wirkungen auf Bildungstheorie und Didaktik oder die Frage, wie ein mehrperspektivischer und differenzierter Zugang zu Ökonomie in Bildungsinhalten gewährleistet und wie ausgeblendete Bereiche, wie z. B. die Rolle von Frauen als ökonomische Akteurinnen berücksichtigt werden können. Im Mittelpunkt der Tagung 2013 stand das Nachdenken über die Vormachtstellung des Ökonomischen und über ökonomische Krisen sowie deren Herausforderungen für eine zukunftsfähige Bildung. Können Krisen als Lerngelegenheiten verstanden werden? Welche Bildung braucht es, um unsere vermehrt von Ökonomisierung geprägte Welt zu verstehen und mitgestalten zu können?

 

 

 

 

Globales Lernen – Potenziale und Perspektiven

Lehren und Lernen im Kontext der Weltgesellschaft stellt die Schule täglich vor neue Herausforderungen. Was bedeutet dies für zeitgemäße Unterrichts- und Schulentwicklung sowie für die LehrerInnenbildung? Die Bundes-Fachtagung „Globales Lernen in Österreich – Potenziale und Perspektiven“ am 3. Dezember 2012 setzte sich mit entsprechenden Perspektiven auseinander und bot dazu Einblicke in europaweite Strategien und den österreichischen Diskurs. Gut 170 Personen folgten der Einladung in die Pädagogische Hochschule (PH) Wien, um die Rolle der Schule in einer „globalisierten, kulturell heterogenen Welt“ zu diskutieren.

Hier finden Sie die Dokumentation der Tagung=>

 

 

 

 

Internationales GENE Symposium zu Globalem Lernen

Von 15. bis 17. November 2012 fand das Den Haager internationale Symposium zu Globalem Lernen statt. Es stand unter dem Titel „Enhancing Quality, Improving Coherence, Increasing Cohesion“ (Qualität fördern, Kohärenz verbessern, Kohäsion vergrößern). Durchgeführt wurde das Symposium von GENE (Global Education Network Europe), Gastgeber war NCDO (niederländisches Zentrum für Global Citizenship), unterstützt wurde die Tagung von der Europäischen Kommission.

Rund 60 VertreterInnen aus öffentlichen Stellen bzw. von Organisationen, die jeweils in ihren Ländern für die Förderung, Koordination und Qualitätsentwicklung von Globalem Lernen verantwortlich sind, diskutierten in der holländischen Hauptstadt engagiert, wie durch verbesserte Strategien und Strukturen dem Ansinnen des Symposiums Rechnung getragen werden kann.

Die Tagung stand auch im Zeichen des Maastrichter Kongresses, der zehn Jahre zuvor (2002) mit der Maastrichter Erklärung einen Meilenstein in der europäischen Entwicklung Globalen Lernens gesetzt hatte. In Den Haag wurden Schlussfolgerungen gezogen (The Hague Conclusions on Global Education to 2020), welche Herausforderungen nunmehr in den kommenden Jahren auf europäischer wie nationaler Ebene zu meistern sind.